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Napoleon Bonaparte (1769 - 1821)

Am 15. August 1769 wird Napoleon Bonaparte in Ajaccio geboren.
Durch seinen Vater wurde er zur Erziehung an die Militärschulen von Brienne und Paris geschickt.
Anfänglich sympathisierte Napoleon mit der korsischen Separatistenbewegung brach aber später er mit deren Führer Paoli. Dadurch war die Familie Bonaparte gezwungen Korsika zu verlassen.
Napoleon stellte sich fortan ganz in den Dienst der Französischen Revolution mit der bekannten politischen Karriere.

Von ihm stammt das Zitat: „Man kann mir die Augen verbinden und die Ohren verschliessen und ich würde meine Heimat Korsika allein am Duft erkennen.“

Aus eigenem Erleben kann ich dies bestätigen. Schon weit draußen auf dem Meer kann man den typischen Geruch Korsikas an Deck der Fähre wahrnehmen.

In seiner Geburtsstadt Ajaccio kann man verschiedene Museen mit Zeugnissen aus dem Leben der Familie Bonaparte besichtigen.

Theodor von Neuhoff (1694 - 1756)

Der in Köln geborene deutsche Abenteurer Theodor von Neuhoff wuchs im Schloss von Versailles auf, wo er als Page diente.
Nach verschiedenen Missionen an unterschiedlichen europäischen Höfen lernte er in Livorno Exilkorsen kennen. Er versprach der einheimischen Bevölkerung zu helfen unter der Bedingung, dass man ihn zum König wählen würde.
Entsprechend dieser Vereinbahrung landete er am 12. März 1736 mit einer Ladung Waffen und Munition, die er in Tunis gekauft hatte, in Aleria.
Am 15. April 1736 krönte man ihn zu Theodor I. König von Korsika und nahm gleichzeitig eine neue Verfassung an. Das korsische Königreich nahm Gestalt an, in dem eigene Münzen geprägt und die Gewissensfreiheit proklamiert wurden.

Jüdische Kaufleute wurden weiterhin vom Festland angelockt, um die Wirtschaft anzukurbeln.
Geldmangel, der Widerstand Genuas und die Missgunst korsischer Generäle führten dazu das Neuhoff die Insel bereits am 11. November 1736 verlassen musste. Nachdem alle Versuche wieder an Geld zu gelangen, um nach Korsika zurückkehren zu können, scheiterten, starb er völlig verarmt am 5. Dezember 1756 im Hinterzimmer eines Lumpenhändlers in Soho.

Sampiero Corso (1498 - 1567)

Sampieri Corso wurde 1498 in bescheidenen Verhältnissen auf Korsika geboren. Bereits in jungen Jahren verließ er die Insel, welche zu dieser Zeit seine eigene Bevölkerung schon nicht mehr ernähren konnte.
In seiner militärischen Laufbahn diente er der Medici von Florenz, Papst Klemens VII und fast 30 Jahre als französischer Offizier.
Von Heinrich II wurde er zum Oberst befördert und befehligte fortan die im Dienst Frankreichs stehenden Einheiten auf Korsika.
Zu Gute kam ihm dabei die Heirat mit einer der einflussreichsten Familien der Insel – Vannina d’Ornano.
Trotzdem wurde Sampieri Corso kurz nach seiner Hochzeit in Bastia eingesperrt und erst nach der Fürsprache des Königs von Frankreich wieder frei gelassen.


Bei der Einnahme Cevas in Italien erzielte er militärische Erfolge, wurde aber erst mit der Eroberung Korsikas für Frankreich gegen Genua zu einer legendären Figur in der Geschichte Korsikas.
Am 3. August 1559 wurde Korsika per Vertrag an Genua zurückgegeben, welches seine wiedererlangte Macht zu massiven Steuerabgaben nutzte.
Zur Planung eines neuen Feldzuges hatte sich Sampieri Corso 1563 nach Frankreich zurückgezogen, wo er seine Frau tötete, als sie sich mit einem Teil des Vermögens zum Feind nach Genua absetzen wollte.
Unbemerkt landete er am 15. Juni 1564 auf Korsika und brachte bald das Landesinnere in seine Hand.
Es gelang ihm jedoch nicht seine Macht zu festigen und auf die Küstenregionen auszudehnen.
Am 17. Juni 1567 geriet er in einen Hinterhalt, der auch von abtrünnigen Vettern seiner getöteten Frau gelegt worden war und wurde getötet.
Trotzdem zählt Sampieri Corso zu den korsischen Nationalhelden, vor allem weil er Frankreich die Tapferkeit und Kampfbereitschaft der Korsen gezeigt hat.

Pascal Paoli (1725 - 1807)

Pascal Paoli wird als korsischer Nationalheld und „Vater des Vaterlandes“ verehrt.
Am 6. April 1725 wir Pascal Paoli in Morosaglia in der Castagniccia geboren. Sein Vater wird 1739 als Minister des Königs Neuhoff ins Exil geschickt - er folgt ihm nach Neapel. Dort genießt er eine gute Ausbildung. Obwohl er als Kavallerieleutnant im Royal-Farnèse-Regiment des Königs von Neapel dient, verfolgt er die Ereignisse in seiner korsischen Heimat.
Nach dem Mord an General Gaffori entschloss er sich für die Wahl zum „Führer der korsischen Nation“ zu kandidieren und landet am 16. April 1755 auf Korsika.
Da ein entscheidender Krieg gegen Genua erwartet wurde, ernannte man ihn am 13. Juli zum „General der Nation“.

Die nun folgenden 14 Jahre waren für ihn geprägt von einer konstruktiven Tätigkeit für seine Heimat. So ernannte er Corte zu Hauptstadt, gründete dort eine Universität und gab Korsika eine Verfassung, in der die Gewaltenteilung und die Souveränität der korsischen Nation verankert waren.
Weiterhin reformierte er die Justiz, wodurch regelmäßig Gerichte tagten. Einheitliche Maße und Gewichte wurden eingeführt, eine Armee und ein Flotte aufgebaut, Grundschulen eröffnet und durch Trockenlegen von Sümpfen die Landwirtschaft gefördert.

Sein Geschick als Staatsmann und sein politischer Weitblick brachte ihm das Interesse europäischer Höfe ein.
Pascal Paoli lehnt jegliche Verhandlungen mit der Republik Genua ab, welche in Stützpunkten auf Korsika verblieben war. Ein Minister Ludwigs XV spann eine politische Intrige, um Korsika gegen eine finanzielle Abfindung von Genua an Frankreich abzutreten.
Wegen der Niederlage der korsischen Truppen bei Ponte Nuovo ging Pascal Paoli ins Exil. Über Aufenthalte in Italien, Österreich und Deutschland gelangter er nach London.
Nach 21 Jahren im Exil kehrte er in seine Heimat Korsika zurück und wurde zum Regierungspräsident des Departements Korsika und später zum Oberkommandierenden der Nationalgarde gewählt.
Sein Ziel blieb weiterhin ein unabhängiges Korsika – dafür suchte er Bündnispartner
Nach einer Anzeige als Reaktionär führte er wiederum einen Befreiungskrieg und verfasste eine Anklageschrift gegen den französischen Nationalkovent. Daraufhin wurde er zum „Verräter der Republik“ und damit zu „Vogelfreien“ erklärt.
Nach seinem Bitten griff die englische Flotte in die Kämpfe ein. Als Ergebnis wurde am 15. Juli 1794 das englisch-korsische Königreich gegründet, was aber nur 2 Jahre Bestand hatte.
Auf Grund dieser bitteren Enttäuschung und nachdem wiederum Unruhen auf Korsika ausbrachen, ging Pascal Paoli am 14. Oktober 1795 wieder ins Exil nach London.
Dort starb er am 5. Februar 1807 – seine sterblichen Reste wurden 1889 nach Morosaglia überführt.