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Aleria

Vor etwa 2500 Jahren wurde Aleria besiedelt. Zu Beginn als Siedlung einer jungsteinzeitlichen Kultur, später griechisches Handelkontor und letztlich ein römisches Kastell.
Heute kann man antike Fundstücke aus den verschiedenen Zeitepochen im Museum Jérome Carcopino besichtigen. In der Ausstellung sind Exponate aus Bronze, Kupfer, Eisen, Glas und Keramik zu sehen. In jedem Fall lohnt sich ein Besuch
In der Ausgrabungsstätte Fort de Matra wurden die Grundmauern aus der Zeit der römischen Besiedelung freigelegt. Mit der Eintrittskarte aus dem Museum kann man das Freigelände ebenfalls erkunden.

Cap Corse

Das Cap Corse ist die Landzunge, die sich wie ein Finger Richtung Norden streckt.Nach meiner Erfahrung ist es besser die Fahrt ums Cap Corse von Bastia zu starten. Man fährt dann nämlich an der Aussenkante entlang, was zwar etwas anstrengender für den Beifahrer ist, aber der Blick auf das Meer ist einfach wunderbar.

In jedem Fall sollte man darauf achten genug Sprit im Tank zu haben, denn es gibt unterwegs nur wenige Möglichkeiten nachzutanken.




Gorges de Restonika

Die oder besser der Restonika ist ein Gebirgsbach der in den Bergen Korsika vom Lac Melo und Lac Capitello allein aus Schmelzwasser gespeisst wird.
Im Verlauf der Zeit hat dieser Gebirgsbach ein atemberaubendes Tal geschaffen, in den man nacheinander zu beiden Bergseen wandern kann.
Ungefähr von der Ortsmitte von Corte (nicht die Umgehungsstrasse benutzen, sondern Richtung Zentrum fahren und dann den Hinweisschildern folgen) führt eine schmale Bergstrasse bis unterhalb der alten Schäferei. Dort muss man das Auto stehen lassen und geht zu Fuß weiter.


Da die Strasse ziemlich schmal ist und man mit Gegenverkehr rechnen muss, sollte man möglichst vor jeder unübersichtlichen Kurve hupen und auf entsprechende Hupsignale achten. Meerklanghupen sind in der Regel Busse, denen man besser rechtzeitig Platz macht.
Auch als einigermaßen ungeübter Wanderer kann man den Lac Melo erreichen. Dabei kann man „rechts“ oder „links“ durch das Tal wandern, wobei der rechte Weg der anspruchsvollere ist, auf dem auch im Mai noch erheblich Schnee liegen kann.


Vom Lac Melo kann man die 600 m Luftlinie mit 200 m Höhenunterschied bewältigen. Man geht einfach (von unten kommend) am rechten Seeufer entlang bis man den Weg nach oben sieht. Diese Route ist schon etwas anspruchsvoller, ohne dass man besondere Ausrüstung benötigt, birgt aber die Gefahr eines plötzlichen Wetterumschwungs.

Besonders im Frühling bzw. Frühsommer ist damit zurechnen, dass erheblicher Schmelzwasserfluss auftritt, wenn die Sonne beginnt den Schnee zu tauen.
Der Lac Capitello ist ein Bergsee, welcher keinen natürlichen Zufluss hat und nur durch Schmelzwasser gespeist wird. Das Ufer besteht aus schroffen Felswänden und nur einem relativ schmalen Ausfluss.

Im Bach der Restonika werden bei entsprechenden Wasserstand Wildwasserfahrten durchgeführt. Sofern man dies mag, kann aber auch in dem eiskalten Wasser baden.




Castagniccia

Die Castagniccia ist eine für Korsika charakteristische Landschaft. Die Berge und kleinen Gebirge sind fast flächendeckend mit Bäumen der Edelkastanie bewachsen. Eingebettet in die unzähligen Wälder liegen versteckt zahlreiche Dörfer.
Die Strassen sind schmal und kurvenreich, eben dem vorkommenden Gelände angepasst.


Die zentrale Erhebung der Castagniccia ist der Monte San Petrone, den man auch als nicht professioneller Wanderer besteigen kann.
Angelegt wurde die Castagniccia im 15 Jahrhundert von den Genuesen und breitete sich im 16. und 17. Jahrhundert aus und erreichte schließlich im 18. Jahrhundert seinen Höhepunkt.
Ein Baum der Edelkastanie erreicht eine Höhe von bis zu 20 m, der Stamm kann einen Durcmesser von bis zu 2 m erreichen und hat eine grausilberne rissige Rinde.
Ein Baum bedarf 15 Jahre des Wachstums und der Pflege bis er im Oktober und November Früchte trägt.
Die geernteten Früchte werden getrocknet, von der Haut getrennt und anschließend gemahlen.



Die Castagniccia erreicht man indem man von Moriani-Plage auf der D 71 nach Ponte Leccia bzw. in der Gegenrichtung fährt. Auf dieser Route durchfährt man auch den Geburtsort von Pascal Paoli Morosaglia mit einem Museum.
Aber auch die Quelle Orezza findet man im gleichnamigen Ort in der Castagniccia.


Zur Erntezeit der Kastanien ist Vorsicht geboten, da viele Tiere direkt auf der Strasse stehen und die Kastanien fressen. Bäume, die nicht eingezäunt sind können von allen geerntet werden.
Alles in allem ist die Castagniccia eine sehr interessante Gegend, die durch die spezielle Bewirtschaftung entstanden ist und zum Entdecken einlädt.




Filitosa & Fontanaccia

Wer sich auf die Suche nach den Spuren der ersten Besiedelung von Korsika machen möchte, begibt sich nach Filitosa oder Fontanaccia.
Die Ausstellung von Filtosa wurde von der UNO in das Weltkulturerbe aufgenommen und entsprechend touristisch ausgebaut. Neben dem Freigelände mit Informationssäulen mit Audio-Ansagen in verschiedenen Sprachen gibt es auch ein Museum.
Allerdings kostet der Besuch auch Eintritt.

In Fontanaccia sind ebenfalls zahlreiche Zeugnisse der Megalithenkultur zu besichtigen. Hier sind die Statuen räumlich weiter verteilt und man muss über einige Zäune steigen (mit Überstiegshilfen), aber man muss keinen Eintritt bezahlen und es sind zahlenmäßig mehr Objekte.