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Im Baedeker „Riviera und Südost-Frankreich“ von 1913 heißt es:
„…der Korse selbst vermeidet das Fußwandern nach Möglichkeit. Das gewöhnlichste und praktischste Verkehrsmittel außerhalb der Strassen ist ein Pferd oder ein Maultier….“

Das ist eine Tatsache, der ich nur zustimmen kann. Nur heute wird versucht mit dem Auto möglichst nahe an die gewünschte Stelle zu gelangen.

Ohne ein Auto ist es schwer sich auf Korsika fortzubewegen. Es gibt eine Bahnstrecke von Bastia nach Ajaccio mit einer Nebenstrecke nach Calvi. Busverbindungen sind außerhalb der Hauptstrecken zwischen den großen Ortschaften eher schlecht.

Allerdings werden in den Städten auch Busauflüge angeboten, so dass man recht preiswert die schönsten Stellen der Insel besichtigen kann.

Die Hauptstrecken sind recht komfortabel ausgebaut, werden aber auch regelmäßig auf die Einhaltung der Geschwindigkeit kontrolliert.

An Kreuzungen gibt es meist mehrspurige Kreisverkehre. Hierbei ist zu beachten, wenn man den Kreis an der nächsten Abfahrt verlassen will, sollte man die äußere Spur nehmen.
Soll eine spätere Abfahrt benutzen werden, nimmt man eine innere Spur.
Da auch von den innern Spuren aus dem Kreis gefahren wird, provoziert man Unfälle, wenn man versucht auf dem äußeren Kreis weiter, als bis zur ersten Ausfahrt zu fahren.

Man sollte auch nicht damit rechnen, dass einheimische Autofahrer beim Abbiegen blinken.


Die Nebenstrecken und die Strassen in den Bergen sind schmal und kurvenreich. Schlaglöcher und besonders nach Gewittern Steine auf der Fahrbahn sind keine Seltenheit.
Ab und zu sieht man am Hang ein Autowrack von einem besonders eiligem Fahrer neben der Strasse oder einer Schlucht liegen.

Außerdem muss man mit frei laufenden Tieren, wie Schweine, Kühe oder Schafe auf der Fahrbahn rechnen.

In den letzen Jahren hat der Anteil an Radfahrern besonders in den Bergregionen zugenommen

Morgens zwischen 8:00 und 9:00 Uhr und nachmittags zwischen 17:00 und 18:00 Uhr sind die Einheimischen auf dem Weg zur Arbeit bzw. nach Hause.

Ich empfehle ihnen Platz zu machen – sie überholen sowieso.

Vor unübersichtlichen Kurven ist es Pflicht zu hupen. Wenn man eine Fanfarenhupe hört, so ist das häufig ein Bus. Dann empfiehlt es sich rechtzeitig eine breite Stelle zu suchen und abzuwarten.

Parken ist auf Korsika nicht immer ganz einfach. Häufig stehen die Autos in der zweiten Reihe vor der Boulagerie (Bäckerei), weil man schnell ein Baguette kaufen möchte.
Wenn ein Einheimischer im Stadtverkehr einen Bekannten sieht, wäre es eine grobe Unhöflichkeit, nicht wenigstens etwas langsamer zu fahren und zu fragen, wie es ihm geht.

Das erfordert einfach etwas Toleranz – es geht auch nicht schneller, wenn man nervös auf die Hupe drückt.

In den größeren Städten gibt es in der Regel eine Zitadelle, in deren Nähe sich oft auch ein Parkplatz befindet. Häufig sind diese kostenlos bzw. mit erschwinglichen Gebühren.
Der Nachteil ist, dass man dann manchmal einen etwas weiteren Weg bis ins Zentrum hat.
In bestimmten Städten gibt es aber eine Touristenbahn als Pendelbetrieb zwischen Zitadelle und Zentrum.

Ich ziehe den etwas weiteren Weg, der quälenden Suche nach einem Parkplatz im Innenstadtverkehr vor.

Kampfspuren am Auto sind für die Korsen nicht so schwerwiegend wie zum Beispiel für die Deutschen – entsprechend ist der Fahrstil und die Rücksichtnahme.

Zitadelle in St Florenz

Mancherorts hält sich der Glaube, die Polizei würde keine Alkohol-Kontrolle machen, weil ein Pastis als Erfrischung und ein paar Gläser Wein zum Essen einfach dazugehören – verlassen würde ich mich darauf aber nicht.

Die Strassenbauarbeiten werden häufig bei laufendem Verkehr erledigt. Die sichersten Arbeitsstellen gibt es beim Strassenbau und bei der Feuerwehr.



Entfernungstabelle Korsika